Interface ISP

Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die Rahmenbedingungen des CSR werden u.a. vom UN Global Compact vorgegeben. Die Umsetzung und Überwachung liegt bei den internationalen Unternehmen selbst. Als externe und unabhängige Akteure setzen sich NGOs für Transparenz ein.

Workshops in der Schweiz

  • 04. Juli: UN Global Compact Workshop: IHEID, UN Development Programme (UNDP, International Labour Organisation (ILO).
    Ziel: Verständnis für die Organisation des Global Compacts und dessen Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor. Nach einer akademische Einführung am IHEID werden Vertreter der ILO die Wirkungsweise des Global Compacts erklären. Ein Besuch beim UNDP soll seinerseits die verschiedenen Einflussfaktoren von CSR auf eine Volkswirtschaft sowie die Wertschöpfungskette aufzeigen.
  • 12.Juli: Nestlé Workshop in Vevey
    Ziel: Aufzeigen der Entsehung sowie der konkreten Umsetzung des CSR Konzepts eines multinationalen Unternehmens. Folgende Fragen werden behandelt: Was versteht Nestlé unter CSR? Weshalb ist es für Sie wichtig? Wie sieht die konkrete Umsetzung speziell in Ghana aus?

Studienreise nach Ghana

In Zusammenarbeit mit UNYA (United Nations Youth Association) Ghana sind sowohl akademische Workshops mit Dozenten der University of Ghana, als auch Besichtigungen von Kakao Plantagen und Treffen mit der Zivilgesellschaft geplant. Dies soll einen möglichst realitätsnahen Eindruck der weltweiten Wirkung von CSR ermöglichen.

  • 4.-10. August 2013:
    Durchführung von Workshops, Vorlesungen und Diskussionen an der University of Ghana unter Mitwirkung der UNYA Ghana Mitglieder und Akademikern.

    Durch die Treffen mit NGO Vertretern (u.a. Corporate Social Responsibility Movement, Net Impact Ghana Chapter) soll eine kritische Reflexion zu CSR in Ghana angeregt werden. Der Besuch der Schweizer Botschaft in Ghana soll die Rolle der Schweiz als Hauptsitz von Nestlé erläutern.

  • 10.-19. August 2013:

    Durch Projektbesichtigungen, u.a. im Bereich der Kakao Produktion können die Teilnehmenden die Tätigkeit von Nestlé direkt begutachten und den Bezug zwischen in der Schweiz erlernten Theorie und der in Ghana umgesetzen Praxis herstellen. Im Rahmen dieser Besichtigungen soll auch ein Austausch mit der lokalen Bevölkerung stattfinden, um ihre Wahrnehmungen in unsere Reflexionen miteinzubeziehen.

Beschreibung

Das Projekt bezweckt die Erarbeitung von Wissen aus erster Hand zum international relevanten Thema der CSR sowie die kritische Untersuchung dessen konkreten Umsetzung an Hand der Nestlé Fallstudie. Das Projekt setzt sich des Weiteren zum Ziel, das Bewusstsein schweizer Studenten sowie allgemein der schweizer Bevölkerung bezüglich der Umsetzung von Corporate Social Responsibility durch international tätige Firmen zu verstärken sowie eine kritische Reflexion anzuregen. Dieses Ziel erreichen wir mit einer öffentlichen Experten Podiumsdiskussion und dem von uns ausgearbeiteten und veröffentlichten Bericht.

Mit dem Einbezug der Sichweisen möglichst verschiedener Akteure in Ghana versuchen wir die Objektivität und Neutralität unserer Untersuchung zu maximieren.

Das Intercultural Study Project (ISP) richtet sich an Studierende verschiedener Fachrichtungen an Schweizer Universitäten, die sich aufgrund ihres Interessens an internationalen Fragestellungen in einem der universitären Model United Nations Vereine welche JUNES angehören, engagieren. Das Projekt ermöglicht es Studierenden sich für ein Projekt zu engagieren, dieses umzusetzen und selber für einen bestimmten Aufgabenbereich die Verantwortung zu übernehmen.

Das ISP, von Isabel Heller Sorenson und Patrick Masshard ins Leben gerufen, wurde Dezember 2012 durch das JUNES Board angenommen. Am 14.April 2013 trafen sich interessierte JUNES Mitglieder in Luzern um die Grundstrukturen festzulegen und die Aufgabenverteilung vorzunehmen. Zur Zeit umfasst das ISP 15 aktiv beteiligte Studenten, von denen 11 nach Ghana gehen. Die beiden Workshops in der Schweiz, die Reise nach Ghana sowie die abschliessende Podiumsdiskussion werden von den Teilnehmenden in kleinen Teams organisiert. Die Workshops bei Nestlé und dem UN Global Compact sind bestätigt und die Reise nach Ghana ist organisiert. Die Teilnehmenden erarbeiten aktuell unter akademischer Aufsicht eines CSR Professors Informationsbroschüren zu den einzelnen Events um ein angemessenes akademisches Niveau zu garantieren.

Internationale Unternehmen (Nestlé, Glencore, Xstrata) stehen zur Zeit vermehrt in der Kritik durch die Verfolgung einer kompromisslosen gewinnorientierten Unternehmensstrategie im Widerspruch zu Menschenrechtsbestimmungen und Umweltschutzbestregungen zu handeln. Andereseits hat gerade Nestlé gewichtige Investitionen in ein umfassendes CSR Konzept getätigt. Von der Regierung bis hin zur Bevölkerung widmet man sich dieser Thematik vermehrt. Es besteht jedoch ein Mangel an Informationen zur konkreten Umsetzung von CSR sowie dessen Wahrnehmung durch die betroffenen Akteure. Aus diesem Grund soll das ISP, in Form einer öffentlichen Diskussion sowie eines Berich einen möglichst objektiven Beirag leisten. Als innovativ und modellhaft würden wir unsere Organisationsform sowie unsere Herangehensweise bezeichnen. Die Studierenden übernehmen eine Doppelfunktion als Teilnehmende sowie als Organisatoren. Die ausgeglichene Kombination von theoretischen und praktischen Elementen ermöglicht ihrerseits einen umfassenden Einblick in die gewählte Thematik. Die intensive Beteiligung der Teilnehmenden ermöglicht einen nachhaltigen Lernprozess. Die jährliche Durchführung ermöglich es im Rahmen eines Projekts international aktiv zu werden sowie sich theoretisch und praktisch mit einer gesellschaftlichen relevanten Thematik kritisch auseinander zu setzen. Die Podiumsdiskussion sowie die festgehaltene Verbesserungsvorschläge sollen die gesellschaftliche Diskussion nachhaltig bereichern.